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Anthropolitiques. Jean-Loup Amselle, une pensée sans concessions.

Anthropolitiques. Jean-Loup Amselle, une pensée sans concessions.

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ISBN: 978-2-811-11269-1

✍🏾 Autor: Anthony Mangeon

🏢 Verlag: Karthala

🌍 Sprache: Französisch

📖 Seitenzahl: 372

📏 Masse: 15 x 24 x 2 cm

Buch in Französisch.

L’anthropologie de Jean-Loup Amselle se distingue par son attention constante à l’histoire et par sa conception pragmatique des identités comme résultantes de rapports de force toujours susceptibles d’être modifiés.

On lui doit la déconstruction des catégories d’« ethnie » et de « métissage », une critique acerbe de l’ethnologie coloniale, de l’idéologie républicaine et de leurs raciologies conjointes, mais également l’élaboration de cadres conceptuels nouveaux. Sa théorie des « branchements » – ou toutes les dérivations opérées à partir d’un réseau, ainsi que les torsions et emprunts latéraux entre divers « lieux de la culture », toujours en tension relationnelle les uns avec les autres – présente ainsi une alternative féconde aux théories postcoloniales de la polarisation et de l’hybridité.

Cet ouvrage s’attache à mettre en relief la profonde cohérence d’une oeuvre qui a constamment remis en question les découpages ethniques ou communautaristes des corps sociaux et politiques, ainsi que les partitions disciplinaires entre anthropologie, sociologie, histoire de l’art, linguistique et études littéraires. De plus, on trouvera à la fin de chaque contribution les réponses de Jean-Loup Amselle à celles-ci. Il contient enfin quatre nouveaux essais de l’auteur.

Qui est Anthony Mangeon

Professeur de littératures francophones à l’Université de Strasbourg, Anthony Mangeon a enseigné aux Universités de Stanford (Californie), de Cergy-Pontoise et de Paul-Valéry Montpellier (France). Il est l’auteur ou le directeur de plusieurs ouvrages, dont La Pensée noire et l’Occident (Sulliver, 2010) et Postures postcoloniales (Karthala- MSH-M, 2012).

Directeur d’études à l’EHESS et rédacteur en chef des Cahiers d’études africaines, Jean-Loup Amselle est l’auteur de nombreux ouvrages dont Logiques métisses (1990), Branchements (2001), L’Occident décroché (2008), Rétrovolutions (2010), L’ethnicisation de la France (2011), L’anthropologue et le politique (2012), Psychotropiques (2013), et dernièrement Les Nouveaux Rouges-Bruns (2014).

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Details zum Buch Anthropolitiques. Jean-Loup Amselle, une pensée sans concessions.

"Anthropolitiques. Jean-Loup Amselle, une pensée sans concessions" ist ein Sammelband, der sich intensiv mit dem Werk des französischen Anthropologen Jean-Loup Amselle auseinandersetzt. Das "Beste", was man dazu sagen kann, ist, dass es eine fundierte und vielschichtige Würdigung eines herausragenden und kritischen Denkers darstellt.

Hier sind einige Schlüsselpunkte, die das Buch so bemerkenswert machen:

  • Fokus auf eine kohärente, aber dynamische Denkart: Das Buch beleuchtet, wie Amselles scheinbar vielseitiges Werk eine tiefe innere Kohärenz aufweist. Seine Anthropologie zeichnet sich durch eine konstante Aufmerksamkeit für die Geschichte und ein pragmatisches Verständnis von Identitäten aus, die immer das Ergebnis von Machtbeziehungen sind und sich ständig ändern können.
  • Kritische Dekonstruktion von Kategorien: Amselle ist bekannt für seine scharfe Kritik an vermeintlich feststehenden Kategorien wie "Ethnie" und "Mischung" (métissage). Das Buch zeigt, wie er diese Konzepte dekonstruiert, ebenso wie seine Kritik an der kolonialen Ethnologie, der republikanischen Ideologie und den damit verbundenen Rassenideologien.
  • Entwicklung neuer Konzepte: Neben der Kritik entwickelt Amselle auch neue konzeptuelle Rahmenwerke, wie zum Beispiel seine Theorie der "Verzweigungen" (branchements), die im Buch aufgegriffen werden.
  • Interdisziplinärer Ansatz: Amselles Arbeit überschreitet disziplinäre Grenzen. Das Buch hebt hervor, wie er Anthropologie, Soziologie, Kunstgeschichte, Linguistik und Literaturwissenschaft miteinander verbindet. Dies ist besonders deutlich in seiner Kritik an der Konstruktion "afrikanischer Gegenwartskunst", wo er die Mechanismen der "Produktion von Glauben" im Kunstmarkt aufzeigt und kritisiert, wie Museen selbst "das Zeitgenössische schaffen".
  • Eine "gedankenlose" Analyse: Der Untertitel "une pensée sans concessions" (ein kompromissloses Denken) ist Programm. Amselle scheut sich nicht, etablierte Vorstellungen und Machtstrukturen zu hinterfragen, was ihn zu einem wichtigen und manchmal unbequemen Stimulans in der intellektuellen Debatte macht. Das Buch würdigt genau diese unbeugsame Haltung.

Kurz gesagt, "Anthropolitiques" bietet einen umfassenden Einblick in die kritische und innovative Denkweise Jean-Loup Amselles und unterstreicht die Relevanz seiner Beiträge zu Themen wie Identität, Kolonialismus, Kunst und Globalisierung. Es ist eine wertvolle Ressource für jeden, der sich mit zeitgenössischer Anthropologie und der Analyse gesellschaftlicher und kultureller Phänomene auseinandersetzen möchte.

📘 Taschenbuchausgabe – 372 Seiten – Auf Lager
📦 Schnelle Lieferung aus der Schweiz – Sorgfältig verpackt
🇫🇷 Dieses Buch ist vollständig in französischer Sprache.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer ist Jean-Loup Amselle und warum ist er in der Anthropologie wichtig? +
Jean-Loup Amselle ist ein französischer Anthropologe von internationalem Rang, Directeur d'études an der EHESS und Chefredakteur der Cahiers d'études africaines. Er ist bekannt für seine kritische Dekonstruktion der Begriffe „Ethnie“ und „Mischung“, seine scharfe Kritik an der kolonialen Ethnologie und an der republikanischen Ideologie. Zu seinen Hauptwerken gehören „Logiques métisses“ (1990), „Branchements“ (2001) und „L'Occident décroché“ (2008). Amselle hat die Anthropologie mit seiner Theorie der „Branchements“ tiefgreifend erneuert, die eine Alternative zu klassischen postkolonialen Theorien von Polarisierung und Hybridität bietet. Sein kompromissloses Denken stellt ethnische und kommunitaristische Zuschreibungen in sozialen und politischen Körpern ebenso infrage wie starre disziplinäre Grenzen.
Was ist die Theorie der „Branchements“ von Jean-Loup Amselle? +
Die von Jean-Loup Amselle entwickelte Theorie der „Branchements“ ist ein innovativer begrifflicher Rahmen in der Anthropologie. Sie bezeichnet sämtliche Ableitungen, Verzweigungen und lateralen Entlehnungen, die aus einem kulturellen Netzwerk hervorgehen, sowie die Verbindungen zwischen verschiedenen „Orten der Kultur“, die ständig in Spannung zueinander stehen. Im Gegensatz zu Metissage‑Theorien, die von ursprünglich „reinen“ Kulturen ausgehen, versteht der Ansatz der Branchements Kulturen als permanent verflochten auf einem bereits vorhandenen globalen Netz von Signifikanten. Diese Perspektive lehnt kulturellen Essentialismus ab und zeigt, dass jede Identität Ergebnis historischer Kräfteverhältnisse ist, die verändert werden können. Damit bietet sie eine fruchtbare Alternative zu Hybriditäts- und Kreolisierungskonzepten der Postcolonial Studies.
Worum geht es im von Anthony Mangeon herausgegebenen Buch „Anthropolitiques“? +
Dieser 372 Seiten starke Sammelband bietet eine tiefgehende und vielschichtige Analyse des Werks von Jean-Loup Amselle. Er arbeitet die innere Kohärenz eines Denkens heraus, das ethnische, kommunitaristische und disziplinäre Grenzziehungen immer wieder radikal hinterfragt. Die Beiträge beleuchten Amselles Dekonstruktion der Kategorien „Ethnie“ und „Mischung“, seine Kritik an kolonialer Ethnologie und republikanischer Ideologie sowie seine Analyse der Konstruktion eines sogenannten „zeitgenössischen afrikanischen Kunstmarkts“. Jeder Beitrag wird durch eine Antwort Amselles kommentiert, zudem enthält der Band vier bislang unveröffentlichte Aufsätze des Autors. Das Buch ist eine intellektuell präzise Hommage an einen Denker, der etablierte Machtstrukturen nicht schont.
Wer ist Anthony Mangeon, der Herausgeber dieses Buches? +
Anthony Mangeon ist Professor für frankophone Literaturen an der Universität Straßburg, wo er die Forschungsgruppe „Configurations littéraires“ und das interdisziplinäre Institut „Littératures, éthique et arts“ (ITI Lethica) leitet. Seit September 2025 ist er außerdem Dekan der geisteswissenschaftlichen Fakultät. Der ehemalige Schüler der École normale supérieure ist auch in Anthropologie ausgebildet und hat an den Universitäten Stanford, Cergy‑Pontoise und Montpellier gelehrt. Seine Forschung befasst sich mit den Beziehungen zwischen französischer und frankophoner Literatur, mit kolonialen und postkolonialen Studien sowie mit kulturellen Transfers zwischen Afrika, Europa und Amerika. Er ist Autor von „La Pensée noire et l’Occident“ (2010) und „Postures postcoloniales“ (2012) und wurde 2015 in die Königliche Akademie für Übersee‑Wissenschaften Belgiens gewählt.
Warum wird Amselles Denken als „schonungslos“ bezeichnet? +
Der Untertitel „eine schonungslose Denkweise“ verweist auf die intellektuelle Kompromisslosigkeit Jean-Loup Amselles. Er scheut sich nicht, etablierte Ideen, Machtgefüge und akademische Konsense infrage zu stellen, was ihn zu einem anregenden, aber mitunter unbequemen Gesprächspartner macht. Seine Kritik richtet sich gegen koloniale Ethnologie, die französische republikanische Ideologie und ihre gemeinsamen Rassentheorien, aber auch gegen postkoloniale Theorien, die er für zu unkritisch gegenüber den Begriffen Hybridität und Metissage hält. Amselle problematisiert ethnische und kommunitaristische Zuschreibungen ebenso wie Trennlinien zwischen Anthropologie, Soziologie, Kunstgeschichte und Linguistik. Diese intellektuelle Strenge macht ihn zu einer Schlüsselfigur der Afrikastudien und der politischen Anthropologie der Gegenwart.
Für wen eignet sich dieses Buch über Jean-Loup Amselle? +
Das Buch richtet sich vor allem an Studierende und Forschende in Anthropologie, Soziologie, Postcolonial Studies und Afrikastudien, die sich vertieft mit zeitgenössischen Theorien zu Identität, Kolonialismus und Globalisierung auseinandersetzen wollen. Es eignet sich ebenso für Wissenschaftler:innen, die sich für Wissensgeschichte und Epistemologie der Sozialwissenschaften sowie für Kritik am Culturalismus interessieren. Fachleute aus dem Bereich zeitgenössische afrikanische Kunst finden hier eine präzise Analyse der Mechanismen der „Kreditproduktion“ auf dem Kunstmarkt. Schließlich bietet der Band allen intellektuell Neugierigen, die sich mit Multikulturalismus, Afrozentristik und kulturellen Identitäten beschäftigen, ein anspruchsvolles Instrumentarium, um die Komplexität moderner Gesellschaften jenseits essenzialistischer Klischees zu denken.
Worin besteht der interdisziplinäre Ansatz Amselles? +
Jean-Loup Amselle überschreitet systematisch klassische Fächergrenzen. Seine Arbeiten verbinden Anthropologie, Soziologie, Kunstgeschichte, Linguistik und Literaturwissenschaft zu einem integrierten Ansatz. Besonders deutlich wird dies in seiner Kritik an der Konstruktion des „zeitgenössischen afrikanischen Kunstmarkts“, wo er die Mechanismen der „Kreditproduktion“ mithilfe wirtschaftsanthropologischer, kunstsoziologischer und kulturkritischer Werkzeuge analysiert. Er zeigt, wie Museen und Institutionen das „Zeitgenössische“ aktiv mit hervorbringen, anstatt es nur zu präsentieren. Zugleich legt seine starke historische Sensibilität eine Distanz zu rein synchronen anthropologischen Ansätzen nahe. Diese transdisziplinäre Methodik erlaubt es Amselle, festgefügte Kategorien aufzubrechen und die Machtverhältnisse sichtbar zu machen, die kulturelle und politische Identitäten strukturieren.