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Dictionnaire insolite de Madagascar

Dictionnaire insolite de Madagascar

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ISBN: 978-2-84630-175-6

✍🏾 Autor: Jean-Paul Mayeur

🏢 Verlag: Cosmopole

🌍 Sprache: Französisch

📖 Seitenzahl: 160

📏 Masse: 12 x 17 x 1 cm

Buch in Französisch.

Madagascar est une terre de fantasmes et d’aventure, fréquentée par Sinbad le marin, et où Libertalia, une république de pirates, fut tentée.

Quand on évoque l’Île rouge, un certain nombre d’images viennent à l’esprit : les lémuriens, les baobabs, les plages, les épices, la forêt primaire.

Mais les habitants de la Grande île ont une manière de vivre bien à eux, issue de leurs origines tant asiatiques qu’africaines – le retournement des morts, les rituels, les rizières, la musique, la cuisine…

À Madagascar, les ancêtres règnent sur le monde des vivants, la 4L mène une seconde existence, les crocodiles sont fady, le mora mora et les ombiasy rythment la vie quotidienne.

Au-delà des guides touristiques, les dictionnaires insolites vous font voyager par les mots et aident à briser les idées reçues.

Portrait

Jean-Paul Mayeur est biologiste, professeur, dessinateur animalier, auteur de plusieurs guides sur l’Afrique, dont deux aux éditions Marcus, Afrique australe et Kenya-Tanzanie, le guide du safari, faune et parcs.

Naturaliste de terrain, il a été guide à Madagascar et en Afrique australe et orientale pendant plus de vingt ans.

Son intérêt pour la faune malgache et les lémuriens en particulier l’amène à se rendre fréquemment à Madagascar.

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📘 Taschenbuchausgabe – 160 Seiten – Auf Lager
📦 Schnelle Lieferung aus der Schweiz – Sorgfältig verpackt
🇫🇷 Dieses Buch ist vollständig in französischer Sprache.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist das „Dictionnaire insolite de Madagascar“? +
Das „Dictionnaire insolite de Madagascar“ ist ein 160-seitiger Kulturführer, der die Rote Insel jenseits klassischer Touristenpfade erkundet. Der bei Cosmopole erschienene, alphabetisch aufgebaute Band lädt dazu ein, über Stichworte durch das Land zu reisen und gängige Klischees über Madagaskar aufzubrechen. Er beleuchtet die einzigartige Kultur der Madagassen, geprägt von asiatischen und afrikanischen Wurzeln: den Ahnenkult und das Totenfest Famadihana (Umbettung der Verstorbenen), rituelle Praktiken, die fady (Tabus), die Zeitphilosophie des „mora mora“, die ombiasy (Heiler), Reisanbau, Musik und madagassische Küche sowie die typische Tier- und Pflanzenwelt mit Lemuren und Baobabs. Das Buch erklärt unter anderem, warum die Ahnen über die Welt der Lebenden wachen, weshalb die 4L auf der Insel ein zweites Leben führt und warum Krokodile mancherorts fady sind – ein authentischer Einblick in die Seele Madagaskars.
Wer ist Jean‑Paul Mayeur, der Autor des Buches? +
Jean‑Paul Mayeur ist Biologe, Professor, Tierzeichner und Autor mehrerer Afrika‑Reiseführer, darunter „Afrique australe“ und „Kenya‑Tanzanie, le guide du safari, faune et parcs“ (Marcus‑Verlag). Als leidenschaftlicher Feld‑Naturalist arbeitete er über zwanzig Jahre lang als professioneller Guide in Madagaskar sowie im südlichen und östlichen Afrika. Sein besonderes Interesse an der madagassischen Fauna und den Lemuren führt ihn regelmäßig auf die Insel, wo er eine intime Kenntnis der Kultur, Traditionen und der einzigartigen Biodiversität entwickelt hat. Diese Doppelfunktion als Biologe und Reiseleiter ermöglicht ihm einen Blick, der wissenschaftliche Beobachtung und tiefes Verständnis der madagassischen Lebensweisen verbindet.
Was bedeutet „fady“ auf Madagaskar? +
Fady bezeichnet ein grundlegendes sozio‑kulturelles Konzept auf Madagaskar: ein komplexes System von Tabus und spirituellen Verboten, die von den Ahnen überliefert werden. Fady regeln den Alltag der Madagassen durch Gebote und Verbote, die sich auf bestimmte Orte (heilige Wälder, Gräber), Personen, Familien oder Tiere und Pflanzen beziehen können. Es existieren tausende, je nach Region und Volksgruppe unterschiedliche fady. Beispiele sind das Verbot, auf Gräber zu zeigen, bestimmte Nahrungsmittel zu essen (etwa Aale für Schwangere oder Krokodile in manchen Gegenden), heilige Bäume wie Baobabs zu fällen, in denen die Seelen der Ahnen wohnen, oder bestimmte Tätigkeiten an bestimmten Tagen auszuführen. Wer ein fady missachtet, riskiert nach traditioneller Vorstellung Unglück, Krankheit oder Tod. Viele fady wirken zugleich als informeller Umweltschutz, indem sie Wälder und Tierarten bewahren, die als heilig gelten.
Warum wird Madagaskar „rote Insel“ genannt? +
Madagaskar trägt den Beinamen „rote Insel“ (auch „Grande Île“) wegen seiner charakteristischen, eisenoxidreichen Lateritböden, die besonders auf den zentralen Hochflächen eine auffällige rot‑orange Färbung aufweisen. Nach Regenfällen färben diese Böden auch Flüsse und Hänge in leuchtende Rottöne. Über die geologischen Gründe hinaus steht Madagaskar für viele als Projektionsfläche von Abenteuer und Fantasie: Legenden berichten vom Besuch Sindbads des Seefahrers, und im 17. Jahrhundert soll hier die Piratenrepublik Libertalia versucht worden sein. Die Insel ist kulturell „rot“ durch ihre einzigartige Mischung aus südostasiatischen (insbesondere indonesischen und malaiischen) und afrikanischen Einflüssen, die eine ganz eigene madagassische Zivilisation hervorgebracht haben, sichtbar in Sprache, Architektur, Ritualen und Alltagskultur.
Was sind Lemuren und warum sind sie so wichtig? +
Lemuren sind ausschließlich auf Madagaskar vorkommende Primaten – sie sind endemisch und kommen nirgendwo sonst auf der Erde vor. Sie repräsentieren eine Entwicklungslinie von rund 50 Millionen Jahren und sind fest mit der nationalen Identität Madagaskars verknüpft. Obwohl Madagaskar nur etwa 0,4 % der Landfläche des Planeten ausmacht, beherbergt die Insel rund 20 % aller Primaten der Welt; derzeit sind etwa 112 Lemurenarten beschrieben. Ökologisch spielen Lemuren eine Schlüsselrolle als Samenverbreiter und Bestäuber zahlreicher endemischer Pflanzen. Gleichzeitig sind sie ein Hauptanziehungspunkt für den internationalen Tourismus und damit ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft. Allerdings gelten etwa 95 % der Lemurenarten als bedroht – vor allem durch Waldzerstörung (jährlich gehen schätzungsweise 80 000 Hektar Wald verloren), Jagd und Fang. In einigen Regionen schützen fady bestimmte Arten, was den engen Zusammenhang zwischen Kultur und Naturschutz zeigt.
Was bedeutet das madagassische „mora mora“? +
„Mora mora“ (wörtlich „langsam, langsam“) ist eine zentrale madagassische Redewendung und steht für eine ganze Lebensphilosophie. Sie geht weit über die Aufforderung hinaus, es ruhig angehen zu lassen, und drückt ein tief verankertes Verständnis von Zeit und Miteinander aus. „Mora mora“ bedeutet: Dinge geschehen in ihrem eigenen Rhythmus, Hektik ist fehl am Platz, Beziehungen und gegenseitiger Respekt sind wichtiger als Effizienz um jeden Preis. Diese Haltung prägt Alltag und soziale Interaktionen – auf dem Markt, in Behörden, im Straßenverkehr. Für viele Madagassen wirkt übermäßige Eile respektlos. Für Besucher:innen aus schnelllebigen Gesellschaften kann „mora mora“ zunächst irritierend sein, offenbart aber eine eigene Weisheit: sich Zeit zu nehmen, zuzuhören, zu teilen – ein Kern der madagassischen Lebenskunst.
Für wen ist dieses „Dictionnaire insolite“ geeignet? +
Das Buch richtet sich an ein breites französischsprachiges Publikum: an Reisende, die Madagaskar besuchen und die Kultur hinter Stränden und Lemuren verstehen möchten; an Neugierige, die eine einzigartige Zivilisation mit asiatisch‑afrikanischer Doppelwurzel entdecken wollen; an Studierende der Anthropologie, Ethnologie oder Afrikastudien, die sich für Glaubenssysteme, Rituale und Alltagspraktiken interessieren; an Angehörige der madagassischen Diaspora, die kulturelle Bezugspunkte ihres Herkunftslands wiederfinden möchten; an Naturfreund:innen, die Biodiversität im kulturellen Kontext sehen wollen; und an alle, die gern „mit Worten reisen“. Der Wörterbuch‑Aufbau erlaubt eine fragmentarische Lektüre – ideal zum Stöbern, Nachschlagen oder als kulturelle Ergänzung zu klassischen Reiseführern.