Leila Slimani ist eine der markantesten Stimmen der zeitgenössischen französischsprachigen Literatur. Hier sind die wichtigsten Punkte zu ihrem Leben und Werk:
Herkunft und Karriere
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Hintergrund: Sie wurde 1981 in Rabat, Marokko, geboren und zog mit 17 Jahren nach Paris, um Politikwissenschaft und Medienwissenschaften zu studieren.
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Journalismus: Bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete, arbeitete sie als Journalistin für das Magazin Jeune Afrique.
Literarischer Durchbruch
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Prix Goncourt: 2016 gewann sie für ihren Psychothriller „Dann schlaf auch du“ (Chanson douce) den renommierten Prix Goncourt. Das Buch basiert auf einer wahren Begebenheit und thematisiert das beklemmende Verhältnis zwischen einer Pariser Familie und ihrer Nanny.
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Themen: Ihre Werke zeichnen sich durch eine kühle, präzise Sprache aus. Sie setzt sich oft mit Machtverhältnissen, weiblicher Sexualität, Mutterschaft und den Spannungen zwischen den sozialen Schichten sowie zwischen Europa und Nordafrika auseinander.
Politische Rolle
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Botschafterin: Seit 2017 ist sie die persönliche Vertreterin von Emmanuel Macron für die Frankophonie. In dieser Rolle setzt sie sich weltweit für die französische Sprache und Kultur ein.
Bekannte Werke (Auswahl)
| Titel (Deutsch) |
Originaltitel |
Thema |
| In den Gärten des Schreckens |
Dans le jardin de l'ogre |
Sexsucht und bürgerliche Fassade |
| Dann schlaf auch du |
Chanson douce |
Ein mörderisches Kindermädchen |
| Das Land der Anderen |
Le Pays des autres |
Eine Trilogie über ihre Familiengeschichte in Marokko |
„Ich schreibe nicht, um die Welt zu erklären. Ich schreibe, um das Geheimnis der Welt zu bewahren.“ – Leila Slimani