Fatou Diomes Roman erzählt von einer jungen Frau aus Senegal, die in Frankreich lebt – zerrissen zwischen einem Dorf voller Europa-Träume und der oft harten Realität der Migration. Mit Ironie, Zorn und Zärtlichkeit zeigt sie, was es heisst, zwischen zwei Welten zu stehen.
Fatou Diome wurde 1968 auf der kleinen senegalesischen Insel Niodior geboren. Ihr Weg zur Bildung war alles andere als einfach: Sie besuchte das Lycée zunächst heimlich und arbeitete hart, um sich ihr Studium zu ermöglichen. Mit ihrem Roman „Der Bauch des Ozeans“ („Le Ventre de l’Atlantique“, 2003) gelang ihr der internationale Durchbruch. Darin beschreibt sie eindrücklich die Träume junger Senegalesen von einer Fussballkarriere in Europa und kontrastiert sie mit der oft harten Realität der Immigration. In Werken wie Kétala oder Was es braucht, das Leben zu lieben mischt sie Autobiografisches mit Fiktion und schreibt mit Witz und Schärfe über Rassismus, Diskriminierung und das Leben zwischen zwei Kulturen. Seit 1994 lebt sie in Strassburg, wo sie Literaturwissenschaft studiert und promoviert hat.
Eine der wichtigsten zeitgenössischen Stimmen der afrikanischen Literatur.