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Ruanda 1994 bis heute

Gerd Hankel

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ISBN: 978-3-86674-590-2

✍🏾 Autor: Gerd Hankel

🏢 Verlag: Dietrich zu Klampen

🌍 Sprache: Deutsch

📖 Seitenzahl: 160

📏 Masse: 12.6 x 19 x 1.2 cm

Vom Umgang mit einem Völkermord.

Vor 25 Jahren, von April bis Juli 1994, fielen in Ruanda hunderttausende Menschen einem Völkermord zum Opfer, während die Welt zusah. Seither ist das Land, das für viele vormals nur ein Name auf der ostafrikanischen Landkarte gewesen war, zum Inbegriff für einen landesweiten Massenmord geworden. Aber es steht auch für einen staatlichen Wiederaufbau, der Respekt abnötigt. Doch so beeindruckend der Fortschritt auch ist, die Vergangenheit verlangt nach Antworten, die sich nicht in Verweisen auf die wirtschaftliche Entwicklung, die verbesserte medizinische Versorgung oder die erfolgreiche Armutsbekämpfung erschöpfen. Opfer fordern weiterhin die Anerkennung des ihnen zugefügten Unrechts, eine immer noch gespaltene Gesellschaft wartet auf Erklärungen, die Sprachlosigkeit und Ausgrenzung überwinden helfen. 

Gerd Hankel verfolgt seit vielen Jahren die Entwicklung Ruandas. Er beschreibt, wie das Land wahrgenommen werden will – und wie es ist. Das verkürzte und aktualisierte Lesebuch zu Hankels 2016 erschienener Studie » Ruanda. Leben und Neuaufbau nach dem Völkermord. Wie Geschichte gemacht und zur offiziellen Wahrheit wird«.

Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Was 1994 geschah
  • Die Vorgeschichte
  • Nach dem Völkermord: Versuche der justiziellen Aufarbeitung
  • Wie Staat und Wirtschaft auf ein neues Fundament gestellt werden sollten
  • Der Kongo als Objekt der Begierde 
  • Verlauf und Abschluss der Aufarbeitung von Völkermordverbrechen. Die Geschichte einer verpassten Chance
  • Über den Versuch, eine Deutungsautorität herzustellen
  • Wie viel Unrecht verträgt der Fortschritt?
  • Schlussbemerkungen

Portrait Gerd Hankel

Gerd Hankel, M. A., Dr. jur., geboren 1957, studierte an den Universitäten Mainz, Granada und Bremen. Seit 1993 ist er freier Mitarbeiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung, seit 1998 wissenschaftlicher Angestellter der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Er ist Autor zahlreicher Beiträge zum humanitären Völkerrecht, zum Völkerstrafrecht und zum Völkermord in Ruanda, dessen juristische Aufarbeitung er seit 2002 untersucht.

Weiterführende Links

Keywords
Rwanda / Ruanda; Politik / Zeitgeschichte; Völkermord / Genozid
Afrikanische Geschichte; Politik und Staat; Genozide und ethnische Säuberung
Afrika; Ethnie; Hutu; Tutsi

 

Nach 1994 stand Ruanda vor der Aufgabe, Überlebende und Täter wieder in denselben Dörfern leben zu lassen; Versöhnungsprozesse, Gacaca‑Gerichte und Symbolpolitik sollten eine gemeinsame Zukunft ermöglichen.

„Diejenigen, die nicht vergeben wollen, zerstören die Brücke, über die sie selbst gehen müssen.“ (Sprichwort aus Kamerun)

Das Sprichwort spiegelt dieses Dilemma: Wer jede Form der Vergebung verweigert, zerstört auch für sich selbst den Weg in eine weniger von Hass bestimmte Zukunft – ein Spannungsfeld, das Hankel kritisch analysiert.

📘 Taschenbuchausgabe – 160 Seiten – Auf Lager
📦 Schnelle Lieferung aus der Schweiz – Sorgfältig verpackt

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Worum geht es in „Ruanda 1994 bis heute“ von Gerd Hankel?

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Das Buch untersucht die Entwicklung Ruandas seit dem Völkermord von 1994. Gerd Hankel beschreibt, was damals geschah, welche historischen Voraussetzungen dazu führten und wie das Land seither zwischen juristischer Aufarbeitung, staatlichem Wiederaufbau und politischer Deutung der Vergangenheit seinen Weg sucht.

Welche Themen behandelt das Buch?

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Behandelt werden unter anderem der Genozid von 1994, seine Vorgeschichte, die Gacaca-Gerichte und andere Formen der juristischen Aufarbeitung, der wirtschaftliche und staatliche Neuaufbau, Ruandas Verhältnis zum Kongo sowie die Frage, wie Geschichte zur offiziellen Wahrheit gemacht wird.

Ist das Buch eher historische Einführung oder politische Analyse?

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Das Buch verbindet beides. Es eignet sich als kompakte Einführung in die jüngere Geschichte Ruandas, geht aber zugleich über reine Chronologie hinaus und fragt nach Verantwortung, Erinnerungspolitik, Gerechtigkeit und den Grenzen eines Fortschritts, der offenes Unrecht nicht einfach aufhebt.

Wer ist Gerd Hankel?

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Gerd Hankel, Jahrgang 1957, ist Jurist und forscht seit vielen Jahren zu humanitärem Völkerrecht, Völkerstrafrecht und dem Völkermord in Ruanda. Laut Produktseite untersucht er seit 2002 besonders die juristische Aufarbeitung der Verbrechen und arbeitet seit vielen Jahren im Umfeld des Hamburger Instituts für Sozialforschung und der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur.

Für wen ist „Ruanda 1994 bis heute“ besonders geeignet?

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Das Buch eignet sich für Leser:innen, die die Geschichte Ruandas nach 1994 besser verstehen möchten, ohne sofort zu einer umfangreichen Spezialstudie zu greifen. Es ist besonders interessant für Menschen, die sich für Afrika, Genozidforschung, Übergangsjustiz, Erinnerungspolitik und die Region der Großen Seen interessieren.

Geschichte verstehen, Gegenwart einordnen

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