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Murambi de Boubacar Boris Diop

Murambi de Boubacar Boris Diop

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ISBN: 978-3-940075-30-7

Auteur: Boubacar Boris Diop

Éditeur: Edition Hamouda

Langue: Allemand

Numéro de page: 184

Dimensions:13.5 x 19 cm

Livre en allemand.

Das Buch der Gebeine.

Der Roman Murambi von Boubacar Boris Diop ist ein Versuch, Antworten auf den Genozid im Ruanda des Jahres 1994 zu finden. Fragen über Fragen werden darin gestellt in Form zahlreicher, perspektivisch dargelegter Standpunkte und erlittener Schicksale. In einer klaren, nüchternen und minuziös bearbeiteten Sprache erzählt der Text durchgängig den mörderischen Wahnsinn des Menschen, das Grauen. Auf der Folie zweier Lebensläufe wird das ganze Geschehen erzählerisch aufgerollt und mosaikartig zusammengefügt: Cornelius, einerseits, der nach Jahren eines unbeschwerten Lebens im Exil in die Heimat zurückkehrt (Murambi) und mit dem Ausmass des Verbrechens (auch seines Vaters) konfrontiert wird. Auf der anderen Seite verfolgt der Leser die Entwicklung einer anderen Protagonistin, Jessica, die in Ruanda geblieben ist und den Völkermord erlebt hat. Um nicht in die Falle eines esoterischen Dualismus der Ansichten zu geraten, lässt Diop zahlreiche andere Stimmen zu Wort kommen: einfache Bürger, gehetzt und geschlachtet wie Vieh, grausame Mörder, entsetzte Zeugen, Ausgelieferte. Durch ein solches Kompositions- und Erzählverfahren bekräftigt der Autor seine Meinung, dass die Wahrheit nirgends auf einen wartet, sie muss mitten im Scherbenhaufen des verunstalteten Lebens mühsam aufgelesen werden. 

Boubacar Boris Diops Roman Murambi. Das Buch der Gebeine ist in erster Linie ein Werk, das sich unmittelbar an unser Bewusstsein richtet. Es lädt uns zum Nachdenken ein, auch darüber, wie es gegen Ende des Textes heisst, dass „unsere Existenz kurz ist. Sie gleicht einem Rosenkranz aus Blasen, die in unserem Inneren platzen. Wir wissen nicht einmal welches Spiel das Leben mit uns treibt, aber wir haben nichts ausser ihm.“

Portrait
Boubacar Boris Diop wurde 1946 in Dakar (Senegal) geboren und ist ein bekannter gesellschaftskritischer afrikanischer Schriftsteller. Er gilt heute als Erneue­rer auf dem Gebiet der afrikanischen Erzählkunst. Als ein für die Eman­zipation des schwarzen Kontinents engagierter Autor schreibt er Romane und Novellen, die sich mit der Alltagsrealität der Menschen auseinan­dersetzen. Seine Werke fragen unverblümt nach den Ursachen des Elends, des Krieges, des Hungers, der Armut und der Krankheiten. Sein poetisch- realistischer Stil transzendiert nicht die Realität, eher legt er sie von innen bloss; er verleiht ihr eine unnachahmlich originelle narrative Selbständigkeit und, somit, verhilft er dem Erzählen zu einer dynami­schen Entlarvung des Bestehenden. Darin verwandelt sich die Realität in eine ‚reflektierende Materie’, die mittels einer nüchternen und ironisch- humorvollen Sprachgestik suggeriert wird. Solcherart avanciert die Sprache zur Hauptakteurin, die die Sachverhalte schonungslos darlegt.

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