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ISBN: 978-3-96156-126-1
✍🏾 Autor: Walter Rodney
🏢 Verlag: Manifest Verlag
🌍 Sprache: Deutsch
📖 Seitenzahl: 418
📏 Masse: 21 x 14.7 x 3.5 cm
Wie Europa Afrika unterentwickelte ist ein umfassendes Werk der politischen Ökonomie, das die Auswirkungen der Sklaverei und des Kolonialismus auf die Geschichte des internationalen Kapitalismus detailliert beschreibt. In diesem klassischen Buch legt Rodney entschlossen dar, dass die »Fehlentwicklung« Afrikas kein natürliches Merkmal der geografischen Lage ist, sondern ein direktes Produkt der imperialistischen Ausbeutung des Kontinents, eine Tatsache, die bis in die Gegenwart anhält. Das akribisch recherchierte Buch Wie Europa Afrika unterentwickelte ist nach wie vor eine wichtige Studie zum Verständnis der so genannten »grossen Kluft« zwischen Afrika und Europa, ebenso wie es eine wichtige Quelle ist, um die zunehmende globale Ungleichheit heute zu verstehen. Gleichzeitig räumt Rodney mit dem weit verbreiteten Irrtum auf, dass die ökonomische Ausbeutung des afrikanischen Kontinents auf rassistischen Einstellungen von Herrscher:innen der entwickelten kapitalistischen Länder beruht. Viel mehr bringt er den Leser:innen die Methode nahe, Unterdrückung als etwas zu verstehen, das auf Ausbeutung beruht und nicht umgekehrt. Für das Verständnis von Rassismus heute und seine Funktion im Kapitalismus ist das eine grundlegende Voraussetzung. Das Buch wird unter einem neuen Titel und komplett neuer deutscher Übersetzung veröffentlicht. Zusätzlich zum Hauptwerk wurden zu dem Buch Texte von Bafta Sarbo zum Leben und politischen Wirken Rodneys, eine Analyse des Imperialismus und Widerstand dagegen in Afrika heute von Sozialisten aus Nigeria sowie ein Beitrag zu Rodney, der Permanenten Revolution und dem Kampf für Sozialismus von René Arnsburg beigesteuert.
Portrait Walter Rodney
Walter Rodney war ein extrem einflussreicher marxistischer Historiker, panafrikanischer Aktivist und Intellektueller aus Guyana (1942–1980), dessen Analysen bis heute die postkoloniale Theorie prägen.
Wenn man sein Schaffen auf den Punkt bringen will, sind es vor allem diese drei Aspekte:
Sein Meisterwerk: Sein bekanntestes Buch ist „Wie Europa Afrika unterentwickelte“ (1972). Darin zeigte er mit einer brillanten wirtschaftshistorischen Analyse, dass die europäische Kolonialzeit Afrika nicht etwa "modernisiert", sondern das Kontinent aktiv ausgebeutet und strukturell unterentwickelt hat, um den eigenen Reichtum aufzubauen.
Die Verbindung von Geist und Straße: Rodney war kein elitärer Universitätsprofessor. In Jamaika in den späten 1960ern ging er direkt in die Working-Class-Viertel und sprach mit den Rastafari-Gemeinschaften (bekannt als seine „Groundings“). Er war überzeugt, dass revolutionäres Wissen direkt den Unterdrückten gehören muss. Das ging der jamaikanischen Regierung so sehr gegen den Strich, dass sie ihm 1968 kurzerhand die Wiedereinreise verbot, was massive Studentenproteste auslöste.
Sein Erbe: Zurück in Guyana gründete er die Working People's Alliance (WPA), um eine Brücke zwischen den ethnisch oft gespaltenen afro-guyanischen und indo-guyanischen Arbeiterklassen zu schlagen. Seine wachsende Popularität machte ihn zu einer massiven Bedrohung für das dortige autoritäre Regime. Am 13. Juni 1980 wurde er im Alter von nur 38 Jahren durch ein als Walkie-Talkie getarntes Bombenattentat ermordet.
Er bleibt eine der kraftvollsten Stimmen des 20. Jahrhunderts, wenn es darum geht, die Wurzeln globaler Ungleichheit zu verstehen.
Worum geht es in „Wie Europa Afrika unterentwickelte“ von Walter Rodney?
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Das Buch ist ein klassisches Werk der politischen Ökonomie, das zeigt, wie Sklaverei, Kolonialismus und imperialistische Ausbeutung die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Afrikas systematisch zerstört haben. Walter Rodney argumentiert, dass die Unterentwicklung Afrikas kein natürliches oder geografisches Schicksal ist, sondern ein historisches Produkt europäischer Expansion und kapitalistischer Ausbeutung.
Was ist die zentrale These von Walter Rodney?
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Rodneys zentrale These lautet, dass Europa Afrika nicht entwickelt, sondern unterentwickelt hat. Er zeigt, dass der Reichtum Europas und die globale Macht des Kapitalismus eng mit der Ausbeutung Afrikas verbunden sind und dass Unterdrückung auf ökonomischer Ausbeutung beruht, nicht umgekehrt.
Warum ist „Wie Europa Afrika unterentwickelte“ heute noch wichtig?
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Das Buch ist bis heute relevant, weil es hilft, globale Ungleichheit, Rassismus, Neokolonialismus und die historische „grosse Kluft“ zwischen Afrika und Europa zu verstehen. Rodneys Analyse liefert eine wichtige Grundlage für dekoloniale Theorie und für ein kritisches Verständnis des internationalen Kapitalismus.
Wer war Walter Rodney?
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Walter Rodney war ein marxistischer Historiker, panafrikanischer Aktivist und Intellektueller aus Guyana, der von 1942 bis 1980 lebte. Er gilt als eine der einflussreichsten Stimmen der postkolonialen Theorie und verband wissenschaftliche Analyse mit politischem Engagement, unter anderem in Jamaika und Guyana.
In welcher Sprache ist diese Ausgabe erhältlich?
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Diese Ausgabe von „Wie Europa Afrika unterentwickelte“ ist auf Deutsch und erscheint in einer komplett neuen deutschen Übersetzung.
Welche Ausgabe wird auf dieser Seite angeboten?
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Angeboten wird eine deutschsprachige Taschenbuchausgabe des Manifest Verlags mit 418 Seiten. Die ISBN lautet 978-3-96156-126-1.