Ein politischer Bericht über Moria, Abschottung und Menschenrechte
In „Die Schande Europas“ dokumentiert Jean Ziegler seinen Besuch im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos und beschreibt die humanitären und politischen Folgen europäischer Abschottungspolitik. Das schmale Buch verbindet Reportage, Analyse und moralische Anklage zu einem eindringlichen Sachtext über Flucht, Menschenrechte und Verantwortung.
Zum Buch
Was passiert, wenn Europa seine eigenen Werte verrät? In Die Schande Europas nimmt Jean Ziegler Sie mit nach Moria auf Lesbos – in ein Flüchtlingslager, das zu einem Symbol für Europas moralischen Bankrott geworden ist. Aus nächster Nähe protokolliert er Leid, Hoffnung und Widerstand von Menschen, die an Europas Grenzen festsitzen.
Ziegler berichtet von persönlichen Begegnungen mit Geflüchteten, Ärzt:innen, Anwält:innen und Aktivist:innen. Er zeigt, wie Push-Backs, Hotspots und Abschottungspolitik systematisch Menschenrechte untergraben – und warum dies nicht nur eine humanitäre, sondern eine zutiefst politische Frage ist. Dieses Buch ist kein nüchterner Bericht, sondern ein dringender Appell an Empathie und Verantwortung in einer Zeit wachsender Gleichgültigkeit.
Die Schande Europas eignet sich besonders für Leser:innen, die sich für Menschenrechte, Migration, Flüchtlingspolitik und Kapitalismuskritik interessieren oder bereits andere Bücher von Jean Ziegler kennen. Es ist ein kompaktes, gut lesbares Einstiegswerk, das aktuelle Debatten verständlich macht – ideal für politisch Engagierte, Studierende und alle, die nicht wegschauen wollen.
Zum Autor Jean Ziegler
Mehr über Jean Ziegler: Biografie, Denken und empfohlene Bücher
Jean Ziegler war Soziologe, Publizist und einer der bekanntesten Schweizer Kritiker globaler Ungleichheit. Als langjähriger UN-Sonderberichterstatter und engagierter Intellektueller verbindet er politische Analyse mit einer klaren menschenrechtlichen Perspektive.
Als emeritierter Professor für Soziologie und langjähriger UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung gilt Ziegler weltweit als eine der profiliertesten Stimmen gegen Hunger und soziale Ungerechtigkeit. Der Schweizer Intellektuelle verbindet in seinem Werk akademische Analyse mit kompromisslosem Aktivismus, um die Mechanismen der globalen Ausbeutung offenzulegen. Damit bleibt er auch im hohen Alter ein unbequemer Mahner, der die westliche Welt beharrlich an ihre moralische Verantwortung erinnert.
Hinweis: Jean Ziegler ist am 10. Juni 2026 im Alter von 92 Jahren in Genf verstorben. Sein Werk zu Hunger, Kapitalismus, Menschenrechten und globaler Ungleichheit bleibt jedoch von grosser Aktualität.
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📘 Kurz & kraftvoll: 144 Seiten engagierte Anklage gegen Europas Flüchtlingspolitik – ein Buch, das nach der Lektüre nachhallt.